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manuelle Therapie
Die Manuelle Therapie befaßt sich mit speziellen diagnostischen und therapeutischen Verfahren, die der
Auffindung (Erkennung) und Behandlung von reversiblen Funktionsstörungen am Bewegungsapparat dienen.
Es handelt sich hierbei um spezielle Handgrifftechniken, die im Rahmen des Befundes dazu dienen, eine
Bewegungsstörung im Bereich der Extremitätengelenke oder der Wirbelsäule zu lokalisieren und zu analysieren.
Dieser Befund dient als Grundlage zu den therapeutischen Handgriffen, die von mir als Mobilisation durchgeführt
werden. Die Handgriffe werden sowohl zur Schmerzlinderung als auch zur Mobilisation von
Bewegungseinschränkungen eingesetzt, wenn diese durch eine reversible Funktionsstörung des Gelenks
oder der diesem Gelenk zugehörigen Muskulatur hervorgerufen werden. Die Auswahl der jeweiligen
Mobilisationstechniken, die ich einsetzte, wird bestimmt durch den Befund, die eingeschränkte
Bewegungsrichtung und die Form des Gelenks.
Alle Techniken finden sowohl bei Funktionsstörungen an den Extremitätengelenken
(Gliedmaßengelenken), als auch an den Gelenken der Wirbelsäule ihre Anwendung.
Mit der Manuellen Therapie steht Ihnen eine gezielte, gelenkschonende, und meist schmerzfreie
Behandlungstechnik zur Verfügung, die bei Funktionsstörungen der Gelenke angewendet wird.
Osteopathie - Heilung auf die sanfte Art
Heilen ohne Medikamente und Instrumente - das versucht die Osteopathie. Die ganzheitliche Heilmethode
geht davon aus, dass sich Gesundheit durch Bewegungen unseres Körpers zeigt. Ist diese eingeschränkt,
kommt es zu Blockaden und im schlimmsten Fall zum Ausbruch einer Krankheit. In den USA,
Großbritannien und Frankreich wird die Osteopathie schon seit langem erfolgreich angewendet.
Auch bei uns gibt es immer mehr osteopathisch behandelnde Therapeuten.
Geschichte der Osteopathie
Vor über 120 Jahren begründete der amerikanische Arzt Andrew Taylor Still (1828 - 1917) die Osteopathie - u
nd das aus eigener Not heraus: Der Arzt musste machtlos mit ansehen, wie seine erste Frau und vier seiner
Kinder erkrankten und starben. Die Schulmedizin entwickelte sich zu jener Zeit zwar sprunghaft weiter,
entfernte sich durch reine Symptombehandlung und Spezialisierung aber immer weiter von der
ganzheitlichen Medizin. Still suchte nach einem neuen Verständnis von Gesundheit und Krankheit,
dem menschlichen Körper und von dem, was ihn heilen kann. Bis heute bilden seine Erkenntnisse die
Grundlage der osteopathischen Medizin.
Grundlagen der Osteopathie
Der menschliche Organismus bildet eine Einheit: Alle Gewebe im Körper sind in Bewegung und im
Idealfall harmonisch miteinander verbunden. Diese lebensnotwendige Mobilität und Harmonie zu bewahren
oder wiederherzustellen ist das Ziel der Osteopathie. Osteopathie ist keine Glaubensfrage,
sondern eine auf fundierten wissenschaftlichen Erkenntnissen aufbauende Behandlungsmethode,
die eine genaue Kenntnis der Anatomie, Physiologie und Biochemie voraussetzt.
Das A und O sind die Bewegungen - bewusst oder unbewusst
Der menschliche Körper stimmt alle lebensnotwendigen Funktionen in ständiger Bewegung aufeinander ab -
vielmehr, er funktioniert nur deshalb, weil er Bewegungen ausführen kann. Die meisten dieser
Bewegungen laufen für uns unbewusst ab: Während man die Bewegungen an Muskeln, Sehnen und
Gelenken meist gezielt ausführt, schlägt das Herz unwillkürlich, die Lungen bewegen sich im
Atemrhythmus, Blut, Lymphe und Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit fließen in ihren Bahnen, und der
Darm führen wellenförmige Bewegungen zur Verdauung aus.
Eingeschränkte Bewegung - eingeschränkte Funktion
Werden die Bewegungen einzelner Körperstrukturen eingeschränkt, beeinflusst das deren Funktion.
Still, der Begründer der Osteopathie, verglich den menschlichen Körper oft mit einem Fluss:
Immer wieder gelangen Zweige und Blätter in den Strom - ein ganz natürlicher Prozess. Wenn sich in
dem Fluss aber Hindernisse einbetten, können sich die Blätter und Zweige dort verfangen. Damit ist das
Problem - eine Anstauung oder Blockade - vorprogrammiert. Ähnliches passiert im menschlichen Körper.
Der natürliche Strom wird durch die eingeschränkte Beweglichkeit von Gelenken, Organen und anderen
Strukturen behindert, das Gewebe weniger durchblutet und der Stoffwechsel lokal gestört.
Vielfältige Ursachen
Die Ursachen einer eingeschränkten Bewegung können unterschiedlicher Art sein. Eine Verstauchung oder
Verrenkung kann zu einer bleibenden Bewegungseinschränkung führen. Aber auch geheilte
Entzündungen innerer Organe, Operationsnarben oder bestimmte Lebens- oder Ernährungsgewohnheiten können
die Beweglichkeit einschränken.
Der Körper kann vieles ausgleichen - nicht immer zum Guten
Doch nicht immer signalisiert uns der Körper eine Funktionsstörung durch Schmerzen oder andere
Beschwerden. Unser Organismus ist sehr anpassungsfähig und kann manche Störung, wie Fehlhaltungen,
Verspannungen oder sogar Verletzungen, oft über lange Zeit ausgleichen. Dabei wird die eingeschränkte
Funktion von anderen Körperstrukturen übernommen. Die Funktionsstörungen verlagern sich, wirken sich
auf andere Bereiche des Körpers aus. Ist aber die Ausgleichsfähigkeit des Körpers erschöpft, genügt
schon ein kleiner physischer oder psychischer Einfluss, um unverhältnismäßig starke Reaktionen hervorzurufen.
Wie funktioniert Osteopathie?
Die Osteopathin arbeitet nicht mit Medikamenten oder Instrumenten, sondern nur mit ihren Händen:
Sie erspürt Strömungen, Bewegungen und Spannungen im Körper, sie löst Blockaden in allen Systemen des
Körpers und mobilisiert die Selbstheilungskräfte.
Die Behandlung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch, wobei sowohl die genaue Krankheitsgeschichte
des Patienten als auch Ernährungs- und andere Lebensgewohnheiten erfragt werden.
Im zweiten Schritt ertastet die Therapeutin vor allem Gewebe mit veränderter Beweglichkeit oder
Spannung - auch "Listening" genannt. Die geübte Osteopathin kann die minimalsten Bewegungseinschränkungen
im Körper fühlen und interpretieren.
Erster Schritt zur Diagnose: Die Osteopathin "hört" das Gewebe der Patientin ab. Wo liegen die
Ursachen für die Bewegungseinschränkungen? Durch ihre genauen Kenntnisse in Anatomie und
Physiologie dringt die Therapeutin dabei von den Symptomen zu den Ursachen der Beschwerden
vor und ordnet jede Störung und deren Behandlung in die Bewegungszusammenhänge des gesamten Organismus ein.
Die Dauer einer Behandlung hängt vom Einzelfall ab. Manche Beschwerden können schon nach ein oder
zwei Sitzungen behoben sein. Eine Woche später sollte ein "Überprüfungstermin" stattfinden,
denn der Körper muss sich erst an die neue Beweglichkeit gewöhnen. Besonders bei chronischen
Leiden kann die Behandlung auch mehr als sechs Sitzungen in Anspruch nehmen. Zu Beginn finden die
Sitzungen normalerweise im Wochenabstand statt, später alle zwei bis sechs Wochen. Ein Osteopath
arbeitet nicht nach Zeit: eine Sitzung kann 20 Minuten dauern, aber auch eineinhalb Stunden.
Er beendet die Arbeit dann, wenn das Behandlungsziel erreicht ist.
Anwendungsgebiete der Osteopathie
Osteopathie kann grundsätzlich bei allen Funktionsstörungen des Körpers angewandt werden, egal wie
lange diese schon bestehen. Altersbeschränkungen gibt es keine. Jedes lebende Gewebe kann osteopathisch
behandelt werden. Dazu gehören zum Beispiel Verspannungen oder Verletzungen des Skeletts und
der dazugehörigen Muskeln und Bänder, Bandscheibenvorfall, Hexenschuss, Folgen von Unfallverletzungen
und Kiefergelenksprobleme. Auch für Säuglinge geeignet
Auch Tinnitus, Verdauungsprobleme, Inkontinenz und prämenstruelle Beschwerden können osteopathisch
behandelt werden. Säuglinge und Kinder mit Problemen, die auf Traumata bei der Geburt oder
später zurückgehen, zählen zu den typischen Patienten für die Osteopathie.
Wirbelsäulentherapie nach Dorn
Durch Verschiebung, Fehlstellung oder Blockierung von Wirbeln oder Gelenken können die entsprechenden
Organe nicht mehr optimal versorgt werden und Störungen wie Migräne, Verdauungsleiden,
Durchblutungsstörungen, Gelenkschmerzen etc. auftreten.
Mit dieser einfachen, sanften, hocheffizienten Therapie nach Dorn kann die Wirbelsäule
in relativ wenig Sitzungen "gerichtet" werden, so können viele scheinbar therapieresistente
Leiden ursächlich angegangen, gelindert oder behoben werden, z.B. Kyphosen, Skoliosen,
M. Scheuermann, M. Bechterew, Osteoporose, Tennisellenbogen etc. Auch Kinder und Schwangere
können so behandelt werden.
Wirbelsäulentherapie nach Rudolf Breuß
Der Vorarlberger Naturheilkundige Rudolf Breuß (Bludenz) ist vielen durch die "Breuß-Kur",
eine Saft- und Fastenkur mit Gemüsesäften und Kräutertees, bekannt. Er entwickelte aber auch
eine spezielle Massageform für die Bandscheiben und die gesamte WS. Seine Ratschläge für
die Wirbelsäule und deren sanften Ausgleich wurden leider erst nach seinem Tod einem breiteren
Kreis bekannt.
In der Praxis hat sich die Kombination der Breuß-Methode mit der Dorn-Methode bestens bewährt.
Darum wird von "Wirbelsäulenausgleich nach Dorn und Breuß" gesprochen.
Für uns bildet diese Breuß-Massage einen Grundpfeiler der ganzheitlichen Arbeit mit der Wirbelsäule.
Die "Breuß-Methode" ist sehr entspannend und wird in einer Atmosphäre der Ruhe und Harmonie ausgeführt. Dabei ist Konzentration
und Ruhe sehr wichtig.
Wirbelsäulenerkrankungen, Bandscheibenschäden, degenerative Veränderungen, Abnutzungen,
Hexenschuß (Ischias), Diskusthernie,Bandscheibenvorfall (Prolaps), Wirbelgleiten,
Skoliose und Osteoporose: All diese Erkrankungen können mit der Dorn- und
Breuß-Methode ungefährlich und mit guten Erfolgsaussichten behandelt werden.
Die Wirbelsäule fungiert als Schutzhülle für das Rückenmark, welches das übergeordnete
Steuersystem für alle Funktionen der Organe, des Gewebes und somit jeder Zelle
unseres Körpers ist. In allen Körperregionen lassen sich Schmerzen,Funktionsstörungen und
Gewebeveränderungen auf Irritationen der vom Rückenmark ausgehenden Nerven zurückführen. Verschiebungen,
Fehlstellungen oder Blockaden einzelner bzw. mehrerer Wirbel verursachen diese Irritationen der Nerven.
Einige Beispiele häufiger Beschwerden, die durch Wirbelfehlstellungen hervorgerufen werden:
1. Halswirbel:Kopfschmerzen, Schwindel, Migräne, chronische Müdigkeit
3. Halswirbel:Ekzeme, Neuralgie, Ohrensausen
6. Brustwirbel:Magenbeschwerden, Sodbrennen, Verdauungsstörungen
9. Brustwirbel:Allergien, Schuppenflechte
3. Lendenwirbel:Menstruationsbeschwerden, Wechseljahrbeschwerden
4. Lendenwirbel:Hexenschuß
Fehlstellungen der Hüftgelenke verursachen einen Beckenschiefstand. Dieses beeinflußt die
Statik der Wirbelsäule negativ. Die waagerechte Beckenlage ist eine wichtige mechanisch-statische
Bedingung für eine gerade Wirbelsäule. Die Haltung und der gesamte Bewegungsablauf werden sonst
unnatürlich. Es kommt dann häufig zu Verspannungen und Überdehnungen des Muskel- und Bandapparates.
Das wiederum unterstützt das Herausrutschen einzelner Wirbelkörper. Die dadurch blockierten Nerven führen
ihrerseits zur Unterversorgung bestimmter Körperregionen. So ist der krankheitsverursachende
Kreislauf in Gang gekommen.
Heilen über die Wirbelsäule nach Dorn und Breuß ist eine Kombination aus der Breuß-Massage zur
Lockerung der Muskulatur als Vorbereitung zur Behandlung der Wirbelsäule nach Dorn.
Zur Ünterstützung der Massage wird eine Mischung aus naturbelassenen Ölen und Kräutern, z. B.
Erdnuß-, Olivenöl sowie Kräutertinkturen aus Brennessel, Hirtentäschel, Johanneskraut, Zinnkraut,
Ringelblumen und Arnika, benutzt. Da der Patient nun viel entspannter ist, kann das anschließende
Richten der Wirbel nach Dorn leichter durchgeführt werden. Die sensible und geübte Hand des
Therapeuten erkennt und korrigiert nun Fehlstellungen einzelner Wirbel und des Beckens. Mit der
Methode nach Dorn erreicht der Therapeut jeden noch so kompliziert verrutschten Wirbel.
Anschließend ruht der Patient ca. 15 Minuten. Er sollte in den nächsten drei bis vier Tagen
extreme Anstrengungen vermeiden. Zum Erkennen und Richten der Wirbelfehlstellungen sind keine
Röntgenaufnahmen erforderlich. Der Patient wird nicht durch Strahlen belastet und keine unnötigen
Kosten entstehen. Die Methode nach Dorn und Breuß ist eine neue und besonders sanfte
Form der Wirbelsäulentherapie ohne Risiken, da man bei ihr keine Nerven abdrücken kann,
wie dies bei der chiropraktischen Behandlung möglich ist. Das Richten der Wirbelsäule kann im
Vergleich zur Chiropraktik häufig angewendet werden, da Muskeln und Bänder bei dieser Art der
Behandlung nicht ruckartig überdehnt werden. Für einen gesunden und harmonischen Ablauf des
Bewegungsapparates ist die Breuß’sche Bandscheibenmassage in Kombination mit der anschließenden
Wirbelsäulen-Ausrichtmethode nach Dorn eine große Bereicherung.
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